Tag 1, Abfahrt
Am Abend treffen wir uns in Schwülper mit Busfahrer Frank und packen, dank zahlreicher Helfer*innen, ruckzuck alles Gepäck in den Bus. Und dann geht es auch schon los. Richtung B214, die erste Baustelle, oh man, dass kann ja was werden. Gerade durch die Ampel durch, der erste Schock: Neles Handtasche (natürlich mit Ausweis darin) ist noch beim Freund im Auto, der ist aber schon unterwegs! Also warten wir an der alten Mühle mit Warnblinker darauf, dass auch die Frau Polizistin legal das Land bereisen darf ;)
Weil die Autobahn gesperrt ist, fahren wir über Celle und kommen ohne Probleme durch, im Bus ist ausgelassene Stimmung und alle haben augenscheinlich Lust, endlich in den Urlaub zu kommen.
Tag 2, Ankunft
Mitten in der Nacht dann das erste Highlight: Milla hat Geburtstag! Um 0 Uhr entstehen spontan zwei Ständchen, dann sacken alle zurück in einen kleinen Dämmerschlaf, der die Nacht kurz werden lässt, bis wir morgens um 7 pünktlich zum Boarding an der Fähre ankommen. Leider weiß vom Personal der Reederei niemand so recht, wohin eigentlich mit den Reisebussen und wir irren, gemeinsam mit dem Bus einer Gruppe aus Rotenburg, mit unseren Bussen übers Gelände, bis wir von einem irritierten Dänen den richtigen Weg gewiesen bekommen. Ab jetzt, so dachten wir, wird’s einfacher. Denkste! Das Boarding verlief zwar problemlos, doch auf dem Schiff für mich der nächste kleine Herzinfarkt: Im Gespräch mit der Leitung der Rotenburger Gruppe erfahre ich, dass wir nicht zu Fuß von der Fähre gehen, wie wir rauf gekommen sind, sondern mit dem Bus von Bord fahren müssen. Oh ha, dass muss unter die Teilnehmer gebracht werden. Und das ohne Handy, wir sind ja auf offener See! Der Buschfunk funktioniert zum Glück aber sehr gut, sodass wir alle pünktlich und ohne Verlust im Bus sitzen und die fast letzte, spannende Etappe der Reise nehmen können.
Denn der spannendste Teil ist der letzte, knapp vier Kilometer lange Abschnitt zum Haus, den der Bus, wie angekündigt, auf keinen Fall passieren kann. Er führt auf einer Schotterstraße durch eine wunderschöne Landschaft, vorbei an mehreren Seen und Teichen, durch idyllische Mini-Siedlungen um am Ende eine Steigung zu nehmen, auf der unsere Unterkünfte thronen. Wunderschön!
Aber eben vier Kilometer Fußmarsch, den alle Teilnehmer*innen und Mitarbeiter*innen nach der langen Fahrt gern schon fast gerne hinter sich bringen.
In der Zeit habe ich, mit unserem Mietwagen, das Gepäck und Handgepäck zum Haus geshuttelt, was sechs Fahrten und drei Stunden gedauert hat. Wahnsinn, das muss bei der Abfahrt besser werden.
Am Ende sind wir aber endlich alle am Haus und genießen die Aussicht, das sonnige Wetter und die netten neuen Bekanntschaften.
Großes Lob an dieser Stelle: Viele der Jugendlichen sind das erste Mal auf so einer Freizeit dabei, teilweise kannten die Jungs und Mädels niemanden außer sich und vielleicht noch die Geschwister und doch ist beim Abendessen schon eine sehr ausgelassene, freundliche Stimmung, die dafür sorgt, dass Cara und ich nicht zu dolle bereuen, was wir uns da aufgehalst haben ;)
So beendeten wir den ersten Tag um 22 Uhr sehr früh mit unserem traditionellen Abendschluss und ich glaube, die meisten waren froh, nach diesem Tag endlich ins Bett zu kommen.
Ich werde versuchen, wenn Zeit zwischendurch ist, weiterzuschreiben was hier so passiert und hoffe, ich konnte euch einen Einblick geben.
Die Handyerreichbarkeit ist vor Ort zwar gegeben, durch die um uns herum liegenden Erhebungen aber leider nicht immer hervorragend.
