Tag 9 – Ein einfacher Dienstag
Der Tag startete entspannt, wie immer, mit Andacht und Frühstück. Die ursprünglich angedachten Workshops haben wir, witterungsbedingt, gegen eine Gesprächsgruppe getauscht. Bevor die Gruppen zusammentreten, wird immer für eine gute halbe Stunde gesungen. Hier will ich mal ein ausdrückliches Lob aussprechen: Unsere Gruppe ist sehr engagiert dabei, wenn wir singen. Das ist auch für mich, der Gitarre spielt ganz toll, denn ich fühle mich dann nicht wie ein Alleinunterhalter. Also, großes Lob!
Der Nachmittag war wieder frei von Programm und wurde ausgiebig zum Baden und Chillen am See oder Haus genutzt. Das erste Highlight des Abends, dass Abendessen. Es gibt selbstgemachte Pizza! Gemeinsam mit einer Handvoll Teilis wurde Teig von Hand auf die Bleche gedehnt, mit selbstgekochter Pizzasauce bestrichen, mit selbsthergestelltem Mozzarella und selbsterlegter Salami belegt. Gut, die letzten beiden Teile weichen eventuell von der Realität ab, aber der Rest stimmt! Mithilfe des großen Konvektomatens konnten alle gemeinsam das erste Stück genießen. Fühlte sich fast an, wie bei einem Rodizio!
Direkt im Anschluss folgte das nächste Highlight, ein Spieleabend in der Sporthalle. „Mon Amour“ stand auf dem Plan. Die Mitarbeiter haben die Teilnehmer*innen in Paare eingeteilt, mit viel Verstand und Auge. Da wir 15 Jungs und 15 Mädchen sind geht es dieses sogar perfekt auf!
Für die Paare galt es, gemeinsame Aufgaben zu lösen. Zuerst musste geschätzt werden, dann wurde die Partnerin neu eingekleidet, natürlich unter Wahrung der Privatssphären! Dann galt es einen Hindernisparcour zu überwinden, es mussten die Hobbys des jeweiligen Partners erraten werden und das Lieblingseis. Zum großen Finale mussten die Pärchen zu einem Lied eine gemeinsame Performance vorführen. Das Siegerpaar legte dabei einen sehr ansehnlichen Discofox aufs Parkett, der in einem gespielten Heiratsantrag endete, Respekt dafür! Am Ende setzten sich Ylvi R. und Nico die Krone auf. Herzlichen Glückwunsch! Der erste Preis ist ein Candlelightdinner.
Tag 10 – Schon wieder unterwegs
Heute stand unsere dritte und letzte Tagesreise auf dem Programm, welchem die Jugendlichen schon seit Tagen entgegenfiebern. Heute fahren wir nämlich nach Kristiansand. Klingt jetzt erstmal unspektakulär, was sich dahinter aber für die Jugendlichen verbirgt, ist der Geruch von Freiheit (es war dann aber doch eher der Geruch eines Containerhafens), Gesunder Ernährung (ca. die Hälfte der Gruppe war im Restaurant „Zur goldenen Möwe“, auch bekannt unter Mc Donald’s, die Vernünftigere Hälfte hat sich an unserer Verpflegung gelabt) und dem Rausch des Konsums (Es gab tatsächlich einige Einkaufszentren und viele kleine Läden).
Die Zeit war großzügig bemessen, sodass jeder genug davon hatte, sein persönliches Ziel zu erfüllen. Zwischendrin haben wir gemeinsam mit der Siegergruppe der Spiele ohne Grenzen das Siegereis genossen. Das war sehr lecker und die Gruppe hat es sich redlich verdient!
Die Fahrt war an diesem Tag etwas länger, insgesamt sind wir 4 Stunden unterwegs gewesen, was aber kaum aufgefallen ist. Entweder wurde am Handy gedaddelt oder geschlafen. Alle waren glücklich.
Wo wir gerade bei glücklich sind: Wir alle sind sehr glücklich, dass wir nach der letzten Tagesfahrt den langen Weg zum Bus nur noch einmal entlanglaufen müssen und das zum Glück bergab.
Nach dem langen und Reisetag freuten sich alle auf das Abendessen und den freien Abend. Beim Abendessen gab es auch direkt noch das versprochene Candlelight Dinner, dass Ylvi R. und Nico gewonnen haben. Es war sehr ansprechend, die beiden haben zumindest nicht gejammert und ich habe gehört, sie haben von 20 bis 22 Uhr freiwillig (!) zusammengesessen. Auf einer Skala von 1 bis 10 war das Level des Unangenehmen bei einer stabilen 7, zumindest so lange alle anderen Teilnehmer*innen auch noch im Speisesaal anwesend waren. Danach wurde es besser und nochmal romantisch, mit einer musikalischen Einlage.
So ging ein schöner Tag sehr schön zuende!

