Norwegen 2026: Tag 4-5

Nachricht Fjelltun, Norwegen, 24. Juli 2026

Tag 4, Hast du Töne

Der Tag begann wie die Tage zuvor entspannt mit einer morgendlichen Andacht und dem anschließenden Frühstück. Der Vormittag wurde kreativ und sportlich, denn: Heute wurden die ersten frei wählbaren Workshops angeboten. 

Die Jugendlichen haben sich aufgeteilt in Kanufahren, Shirts Batiken, Fußballspielen, Workout in der Turnhalle und Henna Tattoos. 

Hier konnten sich die Teilis ausprobieren und aktiv betätigen. Beim Mittagessen mussten wir das erste Mal schimpfen: Die Herren in unserer Runde sind der Meinung, dass das Essen nur für sie hergerichtet wird und fassen ziemlich rücksichtslos zu. Wir hoffen sehr, dass es ein Einsehen geben wird, ansonsten werden wir wohl weiter das Essen selbst austeilen, dass auf jeden Fall alle erstmal was abbekommen. Hungern muss natürlich keiner, aber wenn die ersten Teller übervoll sind und dann Essen im Eimer landet, die letzten die anstehen aber nichts mehr abbekommen, dann müssen wir natürlich handeln. 

Cara und mich hat leider eine schlechte Nachricht aus Deutschland erreicht, bei uns Zuhause wurde eingebrochen. Die Nachricht hat dafür gesorgt, dass meine Aufmerksamkeit nicht zu 100% bei der Gruppe war, da ein paar Dinge dringend erledigt werden müssen. Jetzt ist aber wieder ein Schloss eingebaut, unsere Nachbarn haben sich rührend gekümmert und wir sind beruhigter, seit wir Bilder von innen gesehen haben und wissen, dass es keine Verwüstung gab.

Am Abend ein wirkliches Highlight: Die Show „Hast du Töne“, vorbereitet von den Teamern und wirklich erstklassig durchgeführt und angenommen von den Jugendlichen! 

Die Teilis wurden in zwei Gruppen geteilt und spielten dann gegeneinander. Sie konnten sich abwechselnd eine Kategorie aussuchen (Rap, Schlager, Kinderlieder, Wunderbox, Oldies) und aus der Kategorie wurde dann ein Lied kurz angespielt. Dann musste erraten werden, um welches Lied es sich handelt. Liegt die Gruppe falsch, darf es die andere Gruppe nochmal versuchen. Wer richtig liegt, bekommt einen Punkt. Wurde das Lied erraten, wurde es nochmal komplett gespielt und die Gruppen dazu performen, dafür gab es dann Stimmungspunkte. Der Zufall wollte es, dass das Spiel unentschieden ausgeht J Impressionen vom Spiel sind bei Instagram zu finden ;)

Tag 5, Egersund

Heute war es besonders, denn: Das Wetter wurde schlechter. Der Himmel strahlte heute früh nicht blau, sondern die Wolken hingen greifbar tief über uns und der Himmel war stahlgrau. Perfektes Wetter also, um einen Ausflug zu wagen. 

Der Tag startete daher heute eine halbe Stunde früher und wir aßen bereits um halb neun Frühstück. Im Anschluss wanderten die Jugendlichen zum Bus, der uns an der Hauptstraße einsammelte und dann ging es über eine wunderschöne Küstenstraße nach Egersund. Dirk, unser Busfahrer, der hier bei uns Vorort geblieben ist, hat einen Weg gefunden, der abenteuerlich, kurz besorgniserregend eng und am Ende aber wirklich wunderbar war. Wir haben viel von der Landschaft bewundern können. Angekommen sind wir dann in Egersund an einer kleinen Bucht. Hier haben wir zusammen zu Mittag gegessen, es gab Hot Dogs, Äpfel und Kuchen. Apropos Kuchen: Vielen Dank an dieser Stelle an all die unglaublich leckeren Kuchenspenden. Wir haben uns tierisch gefreut! Der oder Diejenige, die den Haselnusskuchen gespendet haben, mögen sich bitte bei mir und Cara melden, wir sind verliebt und benötigen das Rezept!

Nach dem Essen hatten alle die Möglichkeit noch ins Meer zu hüpfen. Bei 17 Grad Außentemperatur und gefühlten 8 Grad Wassertemperatur brauchten man dafür aber viel viel viel Überwindung. Ein paar Wilde haben sich aber dann doch hinein getraut, größten Respekt an dieser Stelle! 

Im Anschluss fuhren wir noch ins Zentrum von Egersund. Hier hatten die Jugendlichen und die Küchencrew Gelegenheit die Vorräte aufzufüllen, was auf allen Seiten ausgiebig genutzt wurde. Die Läden in unserer direkten Umgebung sind sehr klein und leider schlechter sortiert als wir in einem skandinavischen Land erwartet hatten. Daher nutzten wir alle die Möglichkeit und sind für wenigstens fünf Tage wieder bestens versorgt. Die Rückfahrt wurde vielfältig zum Singen und Schlafen genutzt und nach dem langen Rückweg zum Haus wartete eine leckere Gemüsesuppe mit frischem, selbstgebackenen Baguette auf uns. 18 Brote wurden innerhalb kürzester Zeit inhaliert. Wahnsinn und wahnsinnig lecker! Jetzt gerade ist es knapp halb elf, ich habe diese Zeilen geschrieben und um mich herum herrscht eine seelige Stille, es scheint heute doch etwas anstrengend gewesen zu sein.